Wie aus Omas Küche: vegane Buttercremetorte

veröffentlicht von in Rezepte 0 Kommentare

Für mich steht die klassische Buttercremetorte in enger Verbindung mit meinen Großeltern. Sie war Standard zu jeder Geburtstagsfeier und wurde von meinem Großvater mit Liebe zubereitet (so oft, dass man sie irgendwann kaum noch sehen mochte). Diese Tradition endete für mich vor zehn Jahren mit dem Schritt zum veganen Lebensstil. „Long time no see“, hieß es also, als ich im September diesen Jahres wieder in den Genuss kam, ein Stück Buttercremetorte serviert zu bekommen – und zwar ganz ohne tierische Inhaltsstoffe.

Wenn du für dich oder deine Gäste die vegane Variante der Buttercremetorte herstellen möchtest, bekommst du hier das passende Rezept! Plane genug Zeit ein, Teig und Buttercreme müssen, bevor du sie verarbeitest, gut auskühlen. Los geht’s! 🙂

Zutatenliste

Für den Biskuitteig

  • 370 g Mehl
  • 50 g gemahlene Haselnüsse
  • 2 EL Stärke
  • optional: 2 Eiersatz (z.B. Orgran No Egg oder 2 EL Sojamehl)
  • 2 Pck. Backpulver
  • 240 g Zucker
  • 2 Pck. Vanillezucker
  • geriebene Schale von 2 Bio-Orangen
  • 170ml geschmacksneutrales Öl (z.B. Rapsöl, Sonnenblumenöl)
  • 420 ml gesprudeltes Wasser

Für die pflanzliche Buttercreme

  • 2 Pck. Vanillepudding (hier: Dr. Oetker)
  • 500 ml Wasser
  • 250 g rein pflanzliche Margarine (muss zum Backen geeignet sein)
  • 250 g Puderzucker
  • optional: 1 EL Kakao

Für die Zwischenschicht und Dekoration

  • Schwarzer Johannisbeergelee
  • Zartbitter-Schokoladensplitter
  • Zartbitter-Schokoladenbätter (siehe Fotos)

Zubereitung

Als Erstes kümmern wir uns um den Teig. Heize den Ofen auf 175 ° Celsius vor (Ober-/Unterhitze). In eine Schüssel siebst du mit einem feinen Sieb Mehl, gemahlene Haselnüsse, Stärke, Backpulver und – falls verfügbar – Eiersatz. (Anmerkung: Es hat in diesem Fall auch ohne den Eiersatz geklappt, allerdings wird die Bindung mit Eiersatz umso stärker, empfehlenswert ist das Produkt No Egg der Firma Orgran.) Dazu kommt Zucker, Vanillezucker und geriebene Orangenschale. Mit dem Schneebesen gut vermischen.

Gib nun Öl und Wasser hinzu und vermische alles zu einem möglichst klumpfreien Teig. Kleinere Klümpchen lösen sich beim Backen auf. Nun füllst du den Teig in eine vorher eingefettete geeignete Springform und stellst ihn für ca. 25-30 Minuten in den Ofen. Du kannst mit einem Zahnstocher oder anderen Holzspieß (wichtig: kein Metall) prüfen, ob der Teig fertig gebacken ist, indem du in die Mitte stichst. Wenn Teig am Zahnstocher kleben bleibt, muss der Teig noch ein wenig länger im Ofen stehen, ansonsten kannst du ihn in der geschlossenen Springform herausnehmen.

Lass den Teig in der Form abkühlen, dies wird mindestens einige Stunden dauern. Widmen wir uns jetzt der veganen Buttercreme.

Erhitze 500 ml Wasser in einem Kochtopf. Wenn das Wasser kocht, nimm den Topf vom Herd und gib die zwei Päckchen Vanillepuddingpulver hinzu (ohne Zucker oder sonstige zusätzliche Inhaltsstoffe, die auf der Verpackungsrückseite stehen). Es ist wichtig, dass es sich insgesamt um die Hälfte an Flüssigkeit handelt, die eigentlich laut Verpackung für die Herstellung des Puddings benötigt wird (in diesem Fall 500 ml statt 1.000 ml).

Rühre das Puddingpulver nach und nach mit einem Schneebesen ein, achte darauf, dass der Pudding nicht klumpig wird, also immer nur einen Teil Pulver einrühren und nicht alles auf einmal. Lass die Mischung noch einmal unter ständigem Rühren auf der heißen Herdplatte aufkochen. Anschließend stellst du den Pudding zum Kühlen beiseite, was ebenfalls einige Stunden dauern wird. Sowohl Teig als auch Pudding müssen kalt sein bevor es weitergeht! Das Gröbste ist jetzt geschafft. 🙂

Wenn alles ausgekühlt sein, trenne vorsichtig mit einem Messer die Ränder des Teiges von der Springform und öffne diese. Wenn du vor hast, den Kuchen nicht auf dem Boden der Springform, sondern z.B. auf einem flachen Teller zu platzieren, solltest du das jetzt tun, da es später schwierig wird, die Torte zu verschieben. Nimm ein langes scharfes Messer und halbiere den Biskuitteig längsseits. Wenn du einen Tortenschneider hast, umso besser. Die obere Hälfte des Teiges solltest du vorsichtig mit einem in der Größe passenden Brett o.Ä. abheben und zur Seite stellen.

Währenddesen widmen wir uns der Buttercreme, Teil 2. In eine Schüssel gibst du die pflanzliche Margarine und verquirlst sie mit dem Puderzucker. In die so entstehende Creme rührst du nun esslöffelweise (immer jeweils ca. 2 EL) den erkalteten Pudding ein und verquirlst die Masse, bis der Pudding komplett mit der Margarine und dem Puderzucker verbunden ist. Somit ist die Buttercreme fertig.

Der Tortenboden wird nun – nicht zu dick – mit der Creme bestrichen. Darüber kommt eine Schicht schwarzer Johannisbeergelee. Gut verteilen und darauf achten, dass alles eine einigermaßen gerade Ebene bildet. Den zur Seite gelegten Teigdeckel legst du nun vorsichtig auf die Geleeschicht. Wenn du wie wir eine dunklere Buttercreme als Ummantelung der Torte bevorzugst, gib 1 EL Kakao in die übrige Creme, aber stelle vorher ca. 5 EL der Masse beiseite. Diese werden am Ende mit einem Spritzbeutel als Verzierung benutzt.

Die je nach Geschmack dunkle oder helle Creme wird großflächig auf dem Teigdeckel und auch einmal außen herum am Rand verteilt. Dabei immer wieder glattstreichen. Jetzt muss die Torte noch verziert werden. Dazu nimmst du Schokosplitter und wirfst immer ein paar an den Rand. Sie werden nicht alle kleben bleiben, deshalb drück sie ruhig etwas an und arbeite dich einmal um die Torte herum. Fülle die restliche, zur Seite gestellte Buttercreme (die helle) in einen Spritzbeutel und setze kleine Häufchen nahe des Randes der späteren Tortenstücke sowie in die Tortenmitte (siehe Fotos). Auf jedes Cremehäufchen haben wir noch ein dekoratives Schokoblättchen gesetzt, deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. 😉

Wenn du alles richtig gemacht hast, steht nun eine wunderbar dekorierte leckere vegane Buttercremetorte vor dir, die genau so gut schmeckt, wie sie aussieht. Gratulation und guten Appetit! 🙂

Hat dir das Rezept gefallen oder hast du noch Fragen? Dann lass uns doch einen Kommentar da. Mit nur zwei Klicks kannst du es außerdem mit deinen Freunden teilen.

Beliebtheit: Dieser Artikel wurde 875x gelesen.

Ähnliche Artikel

Statt Rührei: Scrambled Tofu Indian Style Dieses wunderbare Rezept für die vegane Rührei-Alternative "Scrambled Tofu" begleitet mich schon seit mehr als zehn Jahren und es ist im Handumdrehen ...
Quiche me! Lauchquiche mit Räuchertofu Sie ist herzhaft und unwiderstehlich zugleich - heute backen wir eine Lauchquiche! :) Das Rezept ist eine kleine Abwandlung von Attila Hildmanns Anfän...
Ganz ohne backen: Vegane Elvis Bars Wahnsinnig lecker und ein Hit für alle, die auf die wunderbare Kombination aus Mandelteig und Bananencreme in Konfektform stehen. Klingt das gut? Dann...

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!

Benachrichtige mich
avatar
3000

wpDiscuz