Warum vegan?

Die Entscheidung vegan zu leben hat viele sinnvolle Gründe. Vom Schutz des Lebens unserer Mitwesen über die positiven Auswirkungen auf das Klima bis hin zum Erhalt der eigenen Gesundheit lassen sich sehr unterschiedliche und doch zusammenhängende Themengebiete finden, auf die sich eine vegane Lebensweise unmittelbar auswirkt. Hast du gewusst …

… dass Fleisch nicht nur ein Klimakiller ist, sondern auch zu Hunger in Entwicklungsländern führt?

Konsum von Tierprodukten betrifft uns alle, der Kreislauf des Leids macht auch vor unserer Spezies nicht halt.

In diesem Artikel sollen kurz und knapp die wichtigsten Gebiete genannt werden, auf denen der Veganismus eine fruchtbare Alternative zu unserem konventionellen System darstellt. In Abständen werden wir die kleine Linksammlung unter dem Artikel ergänzen, da wir an dieser Stelle nur zusammenfassen können, was andernorts detaillierter besprochen wird.

Für die Tiere

In Deutschland hat die Massentierhaltung schon lange keinen guten Ruf mehr. Lebensmittelskandale, Aufdeckung der Zustände in den Betrieben durch investigative Journalist*innen und tierrechtlich engagierte Menschen sorgen für medialen Gegenwind. Aber was wird am Ende gekauft? Billig soll es sein, Fleisch gehört bei den meisten Deutschen immer noch auf den Teller. Ethik ist Luxus, Bio bloß Trend. Kaum jemand interessiert sich für den Weg vom fühlenden Lebewesen zur Supermarktware. Dabei bietet doch unser Mitgefühl bereits eine gute Grundlage, das Verständnis für die Wurzeln eines tierleidarmen Lebensstils zu fördern. Wir fühlen mit einem Lebewesen, das unmittelbar vor unseren Augen leidet, dessen Angst und Schmerz wir nachempfinden können, weil wir selbst Angst und Schmerz erlebt haben. Wie kann eine Gesellschaft derart verrohen, dass sie blind wird vor der frappierenden Ähnlichkeit leidensfähiger Organismen? Die Frage stellen sich die meisten Menschen erst, wenn sie sich – meist durch äußeren Antrieb – mit den Hintergründen beschäftigen.

Nicht nur die Tiere in der Fleischproduktion leiden, auch die Eierproduktion erzeugt unglaubliches Leid. Hast du gewusst …

… dass männliche Küken, die nicht als Masthähnchen vorgesehen sind, direkt nach dem Schlüpfen getötet werden?

Pro Jahr sind es rund 40 Millionen. In der Fachsprache nennt man das Aussortieren und Vernichten der männlichen Nachkommen „Sexen“.

Ein weiteres immenses Problem stellt der Milchkonsum dar. 4,3 Millionen Kühe werden in Deutschland jedes Jahr durch künstliche Befruchtung dauerschwanger gehalten, um eine konstante Milchversorgung zu gewährleisten. Viele von ihnen werden nach wenigen Zyklen geschlachtet. Die Kälber werden, falls weiblich, oft zu Milchkühen großgezogen oder ebenfalls geschlachtet, die männlichen Nachkommen enden zwangsläufig in der Fleischproduktion. Somit stehen Ei-, Milch- und Fleischindustrie in engem Zusammenhang.

Für die Umwelt

Es ist mittlerweile bekannt, dass ein hoher Fleischkonsum für den größten Anteil umweltschädlicher Treibhausgase verantwortlich ist. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie der FAO (Lebensmittel- und Ernährungsorganisation der UN). Außerdem wird der Regenwald hauptsächlich für den Anbau von Futtermitteln gerodet. Ein großes Umwelt- und Ressourcenproblem ist der Verbrauch von Wasser im Rahmen der Herstellung tierischer Produkte. Hast du gewusst …

… dass etwa 15.500 Liter Wasser pro Kilogramm Rindfleisch benötigt werden, während auf der anderen Seite 800 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben?

In den nächsten zehn Jahren soll die Zahl sogar auf 1,8 Milliarden ansteigen. Zur Wasserknappheit kommt die Verunreigung des Grundwassers durch die Ausscheidungen der Nutztiere, welche allein in den USA mehr als 130 Mal mehr Exkremente produzieren als die Einwohner selbst.

Gegen den Welthunger

Fast 900 Millionen Menschen leiden laut der UN weltweit an Hunger. Tierprodukte, insbesondere Fleisch, liefern nur einen Bruchteil der Proteine und Kalorien jener Nahrung, die den Tieren während der Aufzucht und Mast verfüttert werden. Hast du gewusst …

… dass mit einem Hektar Sojabohnen theoretisch 5.000 Menschen ernährt werden könnten, praktisch aber nur 191 Menschen ernährt werden, weil das Futter den gezüchteten Nutztieren verfüttert wird?

Bei den Futtermitteln handelt es sich oft um Monokulturen, durch deren Anbau der Boden zunehmend an Nährstoffen verliert, was sich schädlich auf den zukünftigen Anbau von Pflanzen auswirkt. Dies ist insbesondere mit dem ineffizienten Ertrag an Nahrung ein Problem für den Welthunger.

Für deine Gesundheit

Eine pflanzenbasierte vollwertige Ernährung reicht aus, um den Körper mit den essentiellen Nährstoffen zu versorgen. Lediglich über die Vitamin-B12-Supplementierung sollte man sich als vegan lebender Mensch informieren. Hast du gewusst …

… dass Veganismus dabei helfen kann, Zivilisationskrankheiten wie Typ-2-Diabetes, Herzerkrankungen, Übergewicht, zu hohe Cholesterinwerte und sogar Krebs zu reduzieren?

Eine der Hauptursachen dieser Erkrankungen ist, wie Studien belegen, ein hoher Fleischkonsum, aber auch andere tierische Produkte wirken sich negativ auf die Gesundheit aus. Wissenschaftliche Arbeiten und Expertenmeinungen wie auch Erfahrungsberichte langjähriger Veganer*innen bestätigen die gesundheitsfördernde Wirkung einer pflanzenbasierten Ernährung.


Quellen:

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