Bericht zum ersten Marsch zur Schließung aller Schlachthäuser 2014 in Kassel

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Bericht zum ersten Marsch zur Schließung aller Schlachthäuser 2014 in Kassel

Bericht zum ersten Marsch zur Schließung aller Schlachthäuser 2014 in Kassel

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Leicht bekleidet, mit Kunstblut eingeschmiert und eingepackt in Folie wie ein Stück Fleisch protestieren vor dem Rathaus vier Frauen und ein Mann. Im Rahmen der weltweiten Protestaktion fanden sich am 14. Juni 150 Aktivist*innen in Kassel zusammen um gegen die Ausbeutung von Tieren zu protestieren.

Kundgebungen und Demonstrationen gab es auch in Montreal, London, Toulouse, Toronto, Sydney, Istanbul und Paris. Albert Schweitzer Stiftung, Greenpeace, White Paw, Sea Shepherd und V Change Makers unterstützen die Aktion mit Infoständen.

In Kassel selber befindet sich im Waldauer Industriegebiet ein Schlachthof, eine Schweinemastanlage im angrenzenden Baunatal-Rengershausen.

Schlachthöfe begünstigen global sowohl die Ausbeutung von Menschen als auch von Tieren. Jede Sekunde stirbt weltweit ein Mensch an den Folgen von Hungersnot, während 50% der weltweiten Getreideernte und 90% der Sojaernte als Futter für sogenannte „Nutztiere“ verschwendet werden. Um nur 1 kg verzehrfertiges Fleisch zu produzieren, sind je nach Tierart bis zu 16 kg pflanzlicher Nahrung und 10.000 – 20.000 Liter Wasser notwendig. Hinzu kommt, dass jedes Jahr weltweit ca. 60 Milliarden Landtiere und über 1.000 Milliarden Fische unnötig getötet werden, das sind über 160 Millionen Landtiere und 3 Milliarden Fische jeden Tag.

Es ist Zeit, sich der harten Realität hinter dem fein säuberlich verpackten und versiegelten Paket im Supermarkt zu stellen. „Wir müssen die Auswirkungen der Fleischindustrie auf die politische Agenda bringen“ forderten die Aktivist*innen. Wir fordern die Transformation unserer Wirtschaft zu einem nicht-unterdrückenden und auf pflanzlicher Basis aufbauendem gesunden Wirtschaftsystem, welches Gesundheit und ökologische Nachhaltigkeit fördert.
Manch einem mag die Forderung vielleicht extrem vorkommen, allerdings stellen die Demonstranten dieselbe Überlegung an wie einst Martin Luther King:

Es ist nicht die Frage ob wir Extremisten sein wollen, sondern vielmehr, Extremisten welcher Art. Wollen wir Extremisten für den Hass oder für die Liebe sein?

Redebeiträge

Annas Rede: Link zum Blog-Artikel

Galerie

Hier haben wir die Videos und Fotos zum Marsch zur Schließung aller Schlachthäuser 2014 für dich zusammengestellt.

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