Veganer? Die habe ich immer ausgelacht

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Veganer? Die habe ich immer ausgelacht

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Ich war gerade 29 geworden. Meine Waage zeigte mir drei Ziffern an: 130 kg. Gesunde Ernährung? Na klar! Ich habe fast jeden Tag Magerquark gegessen, viel Kuhmilch getrunken (gut für die Knochen!), viele Eier zubereitet und immer schön mein fettarmes Fleisch gegessen. Dazu Weißbrot mit Wurst sowie Käse. Ab und zu war ich auch im Fitnessstudio. Neben den Pfunden plagten mich Allergien, Schmerzen in den Beinen, häufiges Sodbrennen, fehlende Motivation, quasi keine Ausdauer und ich hatte oft Wutausbrüche. Natürlich war ich beim Arzt und habe brav meine Medikamente genommen, darunter auch Schmerzmittel. Das wird schon irgendwann besser, so dachte ich. Manchmal sah ich vegane Produkte im Supermarkt. Ich dachte mir, wer denn so blöd sein könnte fast 4€ für veganen Käse auszugeben, wenn es doch leckeren Gouda für 89 Cent gibt.

Wenn ich mein altes Ich (vor 1,5 Jahren) treffen könnte, dann würde mich dieser Jemand nicht mehr wiedererkennen. Ich würde ihm gerne sagen, dass es sich lohnt, über den Tellerrand zu blicken.

Heute wiege ich nur noch 90 kg, habe mich von allen meinen Allergien befreit, habe kein Sodbrennen und keine Wutausbrüche mehr und sämtliche Schmerzen sind verschwunden. Ich treibe aktiv Sport, habe Motivation und Freude am Leben. Medikamente brauche ich nicht mehr. Temporäre Beschwerden heile ich mit Dingen aus der Natur. Während mich damals das Treppensteigen bereits fertig machte, fahre ich heute liebend gerne 30 km mit dem Fahrrad zu Freunden und Familie. Ich habe mehr Kraft, mehr Ausdauer und mehr Energie als jemals zuvor.

Was wie ein Wundermittel klingt, war nichts anderes als meine Entscheidung vegan zu leben.

Aller Anfang ist schwer

Ende 2016 bekam ich von einem guten Freund, David Brück, einen YouTube-Link zugeschickt. In diesem Video spricht ein inzwischen sehr bekannter YouTuber darüber, wie man sein Immunsystem mithilfe von Vitamin D3 pushen kann. Da ich nichts, außer ein wenig Geld, zu verlieren hatte, habe ich das einfach mal ausprobiert. Das war der Moment, wo ich anfing, mich mit dem Thema Gesundheit zu beschäftigen. Ich schaute noch andere Videos an, las viele Artikel und begann die Sache immer interessanter zu finden. Ich stieß irgendwann auf ein Video, in welchem anschaulich erklärt wurde, warum der Mensch nicht zu den Fleischfressern gehört.

Da ich bereits erste gesundheitliche Vorteile durch die Gabe diverser Nahrungsergänzungsmittel wie D3, OPC und Vitamin C gespürt habe, entschieden David und ich ab sofort vegetarisch zu leben. Die Sache war es einfach wert und wir wollten gemeinsam herausfinden, was an den Versprechen (gesünder leben, abnehmen, fitter sein etc.) der einzelnen YouTuber dran war. Der Umstieg vom Omnivoren fiel mir gar nicht so schwer wie ich dachte. Natürlich, aus der Gewohnheit heraus bekam ich oft Lust auf Fleisch und ich hatte auch mit einigen Rückfällen/Heißhungerattacken zu kämpfen, diese wurden mit der Zeit aber immer weniger und ich begann mich auch besser zu fühlen.

Es hat dann gar nicht lang gedauert bis ich auf die Filme „What the Health“ und „Earthlings“ gestoßen bin. Nachdem ich mir diese beiden Filme angesehen hatte, entbrannte in mir ein Feuer. Ich war unglaublich wütend und hatte nun ein klares Ziel vor Augen: NIE mehr tierische Produkte!

Kurz ein paar Worte zu den Filmen für die, die sie nicht kennen: What the Health zeigt die gesundheitlichen Nachteile auf, die entstehen, wenn man tierische Produkte zu sich nimmt. Dies fußt vor allem auf der China Study. Earthlings zeigt auf abscheuliche Weise, wie tierische Produkte gemacht werden, ungeschnitten!

Die Würfel sind gefallen

Nun war die Entscheidung gefallen, ich wollte vor allem aus gesundheitlichen Gründen vegan leben. Das Wohlergehen der Tiere ist mir beileibe nicht egal, allerdings besteht mein Hauptantrieb seitdem darin, allen Menschen, die es wünschen, die gesundheitlichen Vorteile einer veganen Ernährung aufzuzeigen. Ich wiederhole mich gerne: Ich habe innerhalb von einem Jahr 40 (!) kg abgenommen, alle Allergien geheilt, die ich hatte, habe wesentlich mehr Energie und Denkleistung zur Verfügung, schlafe nachts besser und tue obendrein noch etwas Gutes für die Umwelt. Vor Kurzem habe ich mit sportlichen Aktivitäten begonnen und erkunde die neuen Grenzen, welche in weiter Ferne zu liegen scheinen. Nach nunmehr 1,5 Jahren fühle ich mich bereit, als Vegan Buddy zu „arbeiten“. Ich setze das in Anführungsstrichen, weil es keine Arbeit ist, es ist ein Lifestyle.

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